Lamm über Altar
Christuskirche
Burgkunstadt
Layoutgrafik
Aktuelles aus der Evang.-Luth. Kirchengemeinde
Druckansicht | 
   | Übersicht  
 

22 Gäste
0 Benutzer
--
 
 
 
  Adventskonzert  
     
  09.12.2018:
Eindruckvolles Adventskonzert unserer Chöre



Eindrucksvolle Einstimmung auf die Advents- und nahende Weihnachtszeit: Zum traditionellen Abschlussfoto aller am Konzert Beteiligten fanden sich die Mitglieder des Flötenchores, des Posaunenchores, des Männerchores und des Chores „QuerBet“ im Altarraum ein und durften sich dabei auch dem lang anhaltenden Applaus der Konzertbesucher stellen

Auf dem Weg zu einem Adventskonzert wünscht man sich idealerweise ruhiges Winterwetter. Obwohl oder gerade weil dies nicht der Fall war, fanden wieder auffallend viele Konzertbesucher den Weg in die Christuskirche, um sich dort bei Kerzenschein den sowohl besinnlichen als auch festlichen Klängen der Chöre und Solisten der Evangelischen Kirchengemeinde im Rahmen des diesjährigen Adventskonzerts hinzugeben und die Stürme außerhalb des Gotteshauses auszublenden. Sie alle bereuten ihr Kommen nicht, denn es erwartete sie ein Konzertabend mit zwei eindrucksvollen Premieren, einer klanggewaltigen Uraufführung und einem versteckten musikalischen Geburtstagsgruß für den Pfarrer der Gemeinde.

Wie in den vergangenen Jahren war auch beim diesjährigen Adventskonzert Vielfalt Trumpf – und dies sowohl hinsichtlich der Vielzahl der auftretenden Gruppen und Solisten als auch bei der Programmzusammenstellung. Während der erste Teil mit seinem eher meditativen Charakter der besinnlichen Stimmung des Advents Raum bot, spiegelte sich in einer Vielzahl der Stücke des zweiten Teils die Freude des nahenden Weihnachtsfestes wider. Verkörpert wurde dies beispielsweise durch das abwechslungsreiche Spiel Thomas Meyers an der Orgel, dessen Interpretation von Léon Boëllmanns „Priere a Notre Dame““ durch die atmosphärisch dichten und getragenen Melodien zunächst der Spätromantik alle Ehre machte, bevor mit den beiden Pastoralen von Corelli und Manfredini der barocken Leichtigkeit Raum gegeben wurde.

Den gelungenen Konzertauftakt setzte aber diesmal der Chor „QuerBet“, der unter der Leitung von Dr. Friedrich Flierl mit Klaus Heizmanns „Ein Warten geht durch diese Zeit“ und Hella Heizmanns „Mache dich auf, werde Licht“ eine gekonnte Mischung aus Arrangements der Choral-, Gospel- und Popwelt darbot und dies mit inhaltlicher Tiefe kombinierte.

Im direkten Anschluss folgte die erste Premiere des Abends, denn für die elfjährige Katharina Eck war der gemeinsame Auftritt mit ihrer Querflöten-Lehrerin Susi Schliefer zugleich der erste. Dass die junge Schülerin aus Neuses am Main dieses anspruchsvolle Instrument erst seit gerade einmal drei Monaten spielt, mochte man bei der eindrucksvollen Darbietung von Tilman Susatos barocken Tanz „Rondo“ gar nichts so recht glauben. Von dieser jungen Künstlerin wird man in Zukunft sicherlich noch einiges hören.

Wenig später hatte auch der Männerchor seine Konzertpremiere. Erst vor wenigen Wochen zu einem vom Männerkreis der Gemeinde gestalteten Gottesdienst zusammengekommen, wollten die Herren ihre dabei einstudierten Lieder auch im Rahmen des Adventskonzertes präsentieren. „Bei dieser Premiere wird es auch bleiben, denn hieraus soll eigentlich kein eigenständiger Chor entstehen“, erklärte Dr. Friedrich Flierl vor den drei dargebotenen Stücken. Spätestens nach dem beeindruckenden „O komm, o komm, Imanuel“ war den Konzertbesuchern aber anzumerken, dass man diesem warmen Klangkörper auch in Zukunft nur zu gerne wieder begegnen würde.

Eine in dieser Hinsicht längst etablierte Gruppe ist der Flötenchor der Gemeinde, der auch am Sonntag seine hohe musikalische Qualität als geradezu perfekt abgestimmtes Kollektiv unterstrich. Unter der Leitung von Susi Schliefer fiel auch das erste Stück der Holzblasinstrumente unter die Kategorie „spätromantisch-melancholisch“, als Joseph Rheinbergers „Preis und Anbetung sei unserem Herrn“ erklang. Doch bei den wenig später folgenden Choralarrangements zu „Ihr Kinderlein kommet“ und „Fröhliche Weihnacht“ kam erstmals die Vorfreude auf das nahende Weihnachtsfest zum Tragen. Bei Skobowskys „Partita“ zu „Stern über Bethlehem“ hatte der Chor dann eine ganz besondere Überraschung parat: In der Basslinie des Chorals hatten die Holzbläserinnen die Melodie zu „Happy birthday“ versteckt; diese widmeten sie Pfarrer Heinz Geyer, der wenige Tage zuvor seinen 60. Geburtstag gefeiert hatte und hierzu bereits den gesamten Sonntag über die Gemeinde ins Gemeindehaus eingeladen hatte.

All dem folgte aber noch der heimliche Höhepunkt des Abends, als der Posaunenchor unter der Leitung von Thomas Meyer die Choralfantasie über „Es kommt ein Schiff geladen“ präsentierte. Das Besondere daran: Die anspruchsvolle Choralbearbeitung hatte der Leiter des Chores selbst komponiert und dabei ein klanggewaltiges und ausdrucksstarkes Stück geschaffen, das die Blechblasinstrumente in dieser „Uraufführung“ mit voller Dynamik und rhythmischer Präzision zum Besten gaben. „So schwerfällig dieses von euch präsentierte Schiff auch in Gang gekommen sein mag, kennt es doch sein Ziel und fährt sicher den Hafen an. Das ist Advent!“, erläuterte Pfarrer Heinz Geyer die hohe Ausdruckskraft der Komposition und sprach damit dem begeisterten Publikum aus der Seele, das zum Abschluss allen Ausführenden minutenlangen Applaus spendete und nur zu gerne noch länger in der Christuskirche geblieben wäre – und nicht nur, um den Windböen vor der Christuskirche zu entkommen.





Geht es nach den Mitgliedern des Männerchores, dann war der Konzertauftritt am vergangenen Sonntag in der Christuskirche dessen Premiere und Abschied zugleich. Ein Umstand, den der Chor im Hinblick auf das begeisterte Publikum vielleicht noch einmal überdenken sollte

 

Keine aktuellen Nachrichten.



Seite Senden Seite Senden
Lesezeichen Setzen Lesezeichen Setzen
Evang.-Luth. Kirchengemeinde Burgkunstadt  KONTAKTE  | Impressum  | Rechtliches  - Letzte Aktualisierung: 02.02.2019